Das Internationale Frauenzentrum - ifz - entwickelte sich 1999 aus der lokalen Agenda 21
Initiatorinnen waren engagierte Frauen aus dem Ausländerbeirat der Stadt Bonn und dem Agenda Arbeitskreis "Frauen Eine Welt".
Das ifz ist ein Ort der nationalen, internationalen und kulturellen Begegnung.
Mitglied im ifz sind 110 Frauen aus Europa, Asien, Afrika und Amerika sowie Organisationen aus der Friedens-, Flüchtlings- und Frauenarbeit.
Das ifz setzt sich ein für Frieden und Menschenrechte, für mehr Gerechtigkeit zwischen Mann und Frau.
Das ifz nimmt aktiv an Aufklärungskampagnen für die Rechte der Frau teil. Frauen werden ermutigt, sich für ihre Belange einzusetzen und sich sozial zu engagieren.
Das ifz dient als Plattform für die Vernetzung des vielfältigen Frauenengagements in Bonn.
Das ifz ist ein offenes Forum, überparteilich, überkonfessionell und generationsübergreifend.
Das ifz ist Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband und war Partner des Center for International Cooperation (CIC)in Bonn.

Gemeinsame Erklärung des Netzwerkes Antidiskriminierungsarbeit Bonn

Bonn, 07. Juli 2017

Das Netzwerk Antidiskriminierungsarbeit Bonn“ verbindet unterschiedliche lokale Akteur*innen der Antidiskriminierungsarbeit. Es setzt sich aus Organisationen und Initiativen zusammen, die gegen Diskriminierung und Rassismus in Bonn aktiv sind und bereits Antidiskriminierungsarbeit betreiben oder aufbauen wollen.

Diskriminierung

Auf folgende gemeinsame Definition von Diskriminierung haben sich die bisherigen Akteur*innen am 09.09.2016 geeinigt:

Diskriminierung findet statt, wenn Menschen aufgrund personenbezogener, sozialer, tatsächlicher und/oder zugeschriebener Merkmale ohne sachliche Rechtfertigung ungleich behandelt bzw. benachteiligt werden und in ihrem universellen Menschenrechten verletzt werden.

Eine gemeinsame Basis für die Akteur*innen ist Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie ist zu achten und zu schützen.

Diskriminierung erfahren Menschen aus unterschiedlichen Gründen, u.a. aufgrund

  • der Herkunft, Kultur, Ethnie, Nationalität,
  • der Sprache, des Aufenthaltsstatus,
  • der Hautfarbe oder der äußeren Erscheinung,
  • des Geschlechts,
  • des Alters,
  • der Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung,
  • der sexuellen Identität,
  • körperlicher und/oder geistiger Fähigkeiten,
  • des Familienstandes oder des sozialen Status.

Diskriminierung trifft Menschen häufig aufgrund zugeschriebener Merkmale und ist in der Regel Ausdruck von Machtausübung. Diskriminierung findet statt bei der Wohnungssuche, im Zugang zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt, zum Gesundheitssystem und im Sozialschutz, im Zugang zu Gütern und Dienstleistungen, zur Bildung und an vielen Stellen mehr.

Diskriminierung hat viele Auswirkungen für das Individuum und die Gesellschaft:

  • Seelische und körperliche Verletzungen
  • Chancengleichheit wir vereitelt,
  • die Grundfreiheiten werden beschnitten,
  • die Menschenrechte werden beeinträchtigt,
  • die gleichberechtigte Teilhabe im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen oder jedem sonstigen Bereich des öffentlichen Lebens wird verweigert.

Ziel des Netzwerkes

  • Hauptziel des Netzwerkes ist die Stärkung und der Ausbau der Antidiskriminierungsarbeit in Bonn.
  • Das Netzwerk leistet einen Beitrag dazu, das öffentliche Bewusstsein zu Diskriminierung in all ihre Facetten zu schärfen und den Zusammenhang zwischen Privilegien und Benachteiligungen bewusst zu machen.
  • Das Netzwerk erarbeitet Handlungsempfehlungen zum Schutz von Benachteiligten und zur Förderung eines vorurteilsbewussten Miteinanders in Bonn
  • Das Netzwerk informiert über die Arbeit der Anlaufstellen und Netzwerk-Akteur*innen in Bonn.
  • Im Netzwerk wird gemeinsam und kontinuierlich über den Begriff und die Formen von Diskriminierung reflektiert.
  • Das Netzwerk strebt danach, nachhaltige Strukturen für die Antidiskriminierungsarbeit in Bonn zu schaffen.

Das Netzwerk hat folgende Aufgaben

  • Den Austausch über Erfahrungen in der Antidiskriminierungsberatung;
  • Die Entwicklung gemeinsamer Strategien und Maßnahmen gegen strukturelle und alltägliche Diskriminierung;
  • Die Öffentlichkeitsarbeit für Antidiskriminierungsarbeit in Bonn;
  • Die Unterstützung der einzelnen Akteur*innen des Netzwerks bei der Durchführung von Veranstaltungen, Workshops etc. sowie gemeinsame Veranstaltungen;
  • Der Austausch und die Kooperation mit weiteren Organisationen, Bildungsträgern, Netzwerken.
  • Die einzelnen Akteur*innen des Netzwerks betreiben ihre Arbeit in eigener Verantwortung.

Wer diese gemeinsame Erklärung anerkennt, kann im Netzwerk mitwirken.

gez. ifz-Vorstand